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News Kategorie: Haushaltsgroßgeräte
Haushaltsgroßgeräte

Bloß nicht übertreiben: Zu viel Waschpulver in der Maschine ist kontraproduktiv

16.12.2015 08:22 Uhr von Jochen Wieloch

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viel Waschpulver oder Flüssigwaschmittel in die Maschine soll? Wahrscheinlich dosieren Sie wie die meisten grob nach Augenmaß.

Gerade wenn es schnell gehen soll, werden Verschmutzungsgrad und Waschmittelmenge zur Nebensache. Das bleibt nicht ohne Folgen: Wird zu wenig Waschmittel verwendet, bleiben hartnäckige Flecken in der Wäsche. Außerdem wird der im Wasser befindliche Kalk bei einer Unterdosierung nicht entfernt und kann Kleidung und Maschine schaden.

Wer jetzt denkt, viel Waschmittel hilft viel, liegt aber auch falsch: Bei einer Überdosierung kann es zu Rückständen auf der Kleidung kommen, die gerade bei dunklen, festen Textilien sichtbar sind. Moderne Geräte erkennen zwar den übermäßigen Schaum, der bei Überdosierung entsteht und starten dann einen weiteren Spülgang. Das verbraucht jedoch unnötig viel Wasser und belastet gleichzeitig die Umwelt und Haushaltskasse. Zu viel, zu wenig – wie ermittelt man nun die optimale Waschmittelmenge?

„Es gibt keine allgemeine Regel, die für jeden Waschgang gilt“, sagt Claudia Oberascher von der Initiative „Hausgeräte+“. „Die Dosierung ist abhängig vom Verschmutzungsgrad der Wäsche, der Beladungsmenge und der Wasserhärte.“ Letztere sollte aufgrund von regionalen Unterschieden beim örtlichen Wasserwerk erfragt werden.

Dosierempfehlung auf Waschmittelpackung

Für die optimale Dosierung sind auf jeder Waschmittelverpackung ausführliche Empfehlungen zu finden. Die Angaben beziehen sich bei Voll- und Colorwaschmittel auf eine Wäschemenge von 4,5 Kilogramm und bei Feinwaschmittel auf 2,5 Kilogramm. Bei einer höheren oder niedrigeren Beladung muss die Waschmittelmenge entsprechend angepasst werden. Die Dosierempfehlung berücksichtigt außerdem den Verschmutzungsgrad der Kleidung.

Leicht verschmutzte Wäsche umfasst nur kurz getragene T-Shirts, Hemden oder Blusen, die keine Flecken aufweisen. Unter den normalen Verschmutzungsgrad fallen mehrfach getragene Oberbekleidung mit leichten Flecken, einmal getragene Unterwäsche sowie Handtücher und Bettwäsche. Bei Geschirr- und Küchenhandtüchern, Babylätzchen, Kinder- und Fußballkleidung handelt es sich um stark verschmutzte Textilien. Lokale Flecken wie Fettspritzer, Obst- oder Kaffeeflecken sollten Verbraucher mit speziellem Fleckenentfernungsmittel vorbehandeln.

Moderne Maschinen mit automatischer Dosierhilfe

Da die wenigsten Verbraucher wissen, wie viel Kilogramm Wäsche sie eigentlich in der Maschine haben, sind moderne Waschmaschinen mit einer Beladungserkennung ausgestattet. Diese registriert den Füllstand der Trommel und zeigt eine Dosierempfehlung im Display an. Noch einfacher geht das Waschen mit Modellen, die ein automatisches Dosiersystem haben. „Die Maschine ermittelt automatisch die optimale Menge und führt das Waschmittel selbstständig zu“, erklärt die Expertin. Unabhängig von einem Dosiersystem sind viele Waschmaschinen mit einer Fleckenoption ausgestattet, die dem Basisprogramm zugeschaltet werden kann. Für die wirksame Entfernung von schwierigen Flecken wie Rotwein-, Gras- oder Make-up-Flecken bieten einige Modelle außerdem spezielle Fleckenprogramme an, welche die Einweichzeit, Temperatur und Trommelbewegung gezielt der jeweiligen Fleckenart anpassen.

Auf Kaltwaschformel achten

Bei leicht verschmutzter Wäsche braucht es keine hohen Temperaturen. Kommen Niedrigtemperaturprogramme zum Einsatz, sollten Verbraucher darauf achten, Waschmittel mit Kaltwaschformel zu benutzen. Auf der Verpackung steht, für welche Temperaturen das Waschmittel geeignet ist. Immer geht es jedoch nicht mit niedrigen Temperaturen. Aus hygienischen Gründen sollte die Waschmaschine mindestens einmal im Monat bei 60 Grad mit pulverförmigem Vollwaschmittel laufen.

Bildquelle: Siemens

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 16.12.2015, 08:22 Uhr
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