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News Kategorie: Ratgeber
Ratgeber

Unbesorgt durchatmen in jedem Raum: Tipps zur richtigen Wohnungslüftung

02.02.2016 08:06 Uhr von Jochen Wieloch

Schätzungsweise 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit verbringen Deutsche in geschlossenen Räumen. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein schlechtes Raumklima sogar krank machen kann. Schadstoffe, zu hohe Luftfeuchtigkeit und Geruchsbelastung sind möglichst direkt zu beseitigen und zwar am besten dort, wo sie entstehen.

Regelmäßiges Lüften ist Pflicht, doch vielen Bewohnern ist nicht bewusst, dass für unterschiedliche Räume auch unterschiedliche Lüftungsregeln beachtet werden sollten. Die Initiative „Wärme+“ gibt daher praktische Tipps für das Lüften von Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche und Bad. Generell gilt: Regelmäßiges Stoßlüften für mindestens fünf Minuten ist mehrmals am Tag empfehlenswert, wobei die Heizkörper während dessen heruntergeregelt werden sollten, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Schlafzimmer: Erholsamer Schlaf dank Lüftungsanlage

Im Schlafzimmer halten sich Bewohner vor allem nachts lange auf, in der Regel ohne zu Lüften. Das macht sich morgens durch die schlechte Luftqualität bemerkbar. Das Stoßlüften nach dem Aufstehen sollte deshalb in allen Haushalten zur Routine gehören. Eigentlich müsste jedoch das gesamte Luftvolumen alle zwei Stunden gewechselt werden, um einen gesunden Schlaf zu gewährleisten. Da das nachts manuell nicht möglich ist, empfiehlt „Wärme+“ eine Wohnungslüftungsanlage, die Luftfeuchtigkeit und Schadstoffe abführt.

„Dezentrale Geräte mit Wärmerückgewinnung ermöglichen eine einfache Nachrüstung in einzelnen Räumen wie dem Schlafzimmer. Benötigt werden nur eine freie Außenwand zur Direktmontage sowie ein Stromanschluss für den Ventilator“, erklärt Peter Koß von „Wärme+“. Speziell für Geschosswohnungen im Altbau gibt es auch Modelle, die sich Platz sparend in eine abgehängte Decke installieren lassen. Dieser kontrollierte Lüftungsvorgang vermeidet gleichzeitig Wärmeverluste, die bei der Fensterlüftung entstehen.

Spezielle Filter ermöglichen gute Luft im Kinderzimmer

Im Kinderzimmer ist eine gute Qualität der Raumluft besonders wichtig. Kinder reagieren nämlich sehr empfindlich auf Schadstoffe. Regelmäßiger Luftaustausch hilft dabei, Schimmelbildung, Allergien und anderen chronische Krankheiten wie Asthma vorzubeugen. Daher ist hier ebenso der Einbau einer Lüftungsanlage ratsam. Diese sind mit speziellen Filtern ausgestattet, damit weder Staub noch Pollen oder Mücken ins Zimmer gelangen. Mit modernen digitalen Display-Raumreglern lassen sich Programme, Zeiten und Funktionen auswählen und einstellen: zum Beispiel Minimal-Betrieb, wenn die Kinder im Kindergarten oder Schule sind.

Der normale Betrieb ist für Anwesenheit gedacht und die Intensivlüftung für einen Kindergeburtstag mit vielen kleinen Gästen. Mit zusätzlichen Sensoren können die Geräte sogar selbstständig die Steuerung übernehmen.

Küchengerüche: Dunstabzugshaube kann zur Schwachstelle werden

Beim Kochen entstehen oft eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sowie verschiedenste Gerüche. Gerade bei offenen Küchen hat sich die „Kochluft“ schnell in den Wohnräumen ausgebreitet. Aber auch in geschlossenen Küchen belasten unangenehme Gerüche, Kochdünste, Fett und Feuchtigkeit das Raumklima. Um dies zu verhindern, wird oft auf Dunstabzugshauben zurückgegriffen. Davon gibt es Modelle mit zwei unterschiedlichen Funktionsweisen: Beim Umluftbetrieb wird die Küchenluft angesaugt, durch Filter gereinigt und danach wieder in die Küche geleitet. Andere Abzugshauben arbeiten mit Abluft: Die Küchenluft wird direkt nach draußen abgeleitet, wozu ein Mauerdurchbruch nötig ist.

Mitunter ist es in der Küche dadurch kalt und es kann ziehen. Vor allem in gut gedämmten Gebäuden oder im Passivhaus wird dieser Punkt zu einer Schwachstelle. „Die Dunstabzugsanlage stellt mitunter ein Problem dar, denn hier geht durch den Luftwechsel permanent Wärme und Energie verloren“, sagt Koß. Wenn die Dunstabzugshaube nicht von Anfang an in das Lüftungskonzept integriert wurde, ist es schwer, die positive Energiebilanz zu halten. Eine Gegenmaßnahme besteht darin, die Küchenluft nach der Dunstabzugshaube mit Umluftbetrieb separat über das Wärmerückgewinnungssystem mit Filter abzusaugen.

Nach jedem Duschen das Badezimmer lüften

Beim Duschen oder Baden bildet sich viel Wasserdampf. Daher sollte direkt danach gelüftet werden – aber nur über Fenster und bei geschlossener Tür. Wird ein Durchzug hergestellt, verteilt sich die Feuchtigkeit in der gesamten Wohnung und die Gefahr der Schimmelbildung steigt. Doch was ist zu tun, wenn es sich um ein innenliegendes Badezimmer ohne Fenster handelt? Auch dann hilft eine Lüftungsanlage mit Ventilatoren.

Moderne Ausführungen ermöglichen die automatische Steuerung über einen Bewegungsmelder sowie Feuchtigkeitssensor oder die manuelle Handhabung durch Licht- und Fernschalter. Lüftungen sind ebenfalls bei Badezimmern mit Fenstern eine gute Option, denn nicht immer lässt sich jeder Winkel des Raumes manuell optimal entlüften.

Bildquelle: „Wärme+“ / Vaillant

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 02.02.2016, 08:06 Uhr
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