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Kategorie: Espressomaschine

Einzeltest: Acopino Milano Deluxe


Tuning für Espresso-Freunde: Die Milano Deluxe verzaubert Gaumen und Augen

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Sicher, dem Espresso ist es egal, ob er in einer Maschine mit Kunststoff- oder Edelstahlkleid hergestellt wird. Freunde der aus Mailand stammenden Kaffeezubereitungsart denken da aber anders: bei ihnen genießt das Auge mit.

So hat sich Acopino dazu entschieden, seine Milano auch in einer edleren Ausstattung anzubieten. Die neue Milano Deluxe verfügt jetzt unter anderem über Bedienknöpfe aus Edelstahl. Diese überzeugen durch ihren festen Druckpunkt und wirken so massiv, als seien sie für die Ewigkeit konstruiert. Ein erster dicker Pluspunkt!

Blau beleuchtetes Manometer



Neben der multidirektionalen Dampfdüse – sie lässt sich frei bewegen – besitzt die Milano neuerdings ein blau beleuchtetes Manometer. Speziell in abgedunkelten Küchen macht das illuminierte Pumpendruckmanometer schwer was her. Der Ring und die Ziffern sowie die „bar“-Angabe sind blau hinterlegt. Das Rundinstrument – puristisch gehalten – erinnert an den Drehzahlmesser in einem Supersportwagen.

Neben dem Facelift hat die Acopino jetzt ein bisschen mehr Dampf unter dem Gehäuse. Die Leistung wurde um 200 auf 1.200 Watt erhöht. Der Korpus der Maschine besteht aus Edelstahl. So spiegelt sich das Küchenumfeld in der Außenhülle des Espresso-Lieferanten – ein schönes Bild. Das stattliche Gewicht von mehr als zwölf Kilo untermauert, dass bei der Konstruktion überwiegend hochwertige Materialien zum Einsatz kamen, die dem Apparat eine gute Steifigkeit verleihen. Kleiner Nachteil des glänzenden Gehäuses: Man sieht jeden Fingerabdruck und jeden Kaffeekrümel. Permanentes Säubern ist also angesagt, um die Optik der Milano Deluxe nicht negativ zu beeinträchtigen.


Gummifüße und Tassenwärmer



Dank ihrer kompakten Abmessungen von 33 x 25 x 37 Zentimetern schmiegt sich die Acopino auch in kleineren Küchen dezent auf die Arbeitsplatte. Kein Vergleich zu so manchem Vollautomat, der hier kaum noch Platz für andere Tätigkeiten einräumt. Gummifüße verhindern, dass hochwertige Oberflächen beim Hinstellen oder Verrücken des Küchenhelfers in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auf der Oberseite der Siebträger-Espressomaschine befindet sich der Tassenwärmer. Ein echtes Komfortmerkmal, denn in vorgewärmten Tassen kann sich der Geschmack von Espresso noch besser entfalten. Unter einer Metallklappe sitzt der Wassertank mit einem stolzen Fassungsvermögen von 2,7 Litern. Das reicht, um auch in einer Großfamilie nicht permanent nachfüllen zu müssen. Nützlich ist ein Trichter, um die relativ kleine Öffnung sicher zu treffen. Alternativ kann der Tank zum Befüllen entnommen werden. An eine Füllstandsanzeige haben die Ingenieure glücklicherweise gedacht.


Mahlgrad individuell einstellbar



Wer sein Heißgetränk mit frischen Bohnen zubereiten will – eigentlich Pflicht für maximales Aroma – füllt diese in die obere Öffnung. Ein stabiler Deckel sorgt dafür, dass bereits eingefüllte Bohnen frisch bleiben. Über den Drehknopf rechts außen kann der Mahlgrad bestimmt werden. Eine große und gut ablesbare Messskala informiert über den eingestellten Mahlgrad. Insgesamt bietet die Acopino sieben unterschiedliche Stufen an. Je höher die Zahl, desto gröber mahlt die Milano Deluxe. Eine sinnvolle Empfehlung zum ersten Ausprobieren stellt die Stufe 3 dar. Im Inneren werkelt eine Mühle mit 38-mm-Kegelmahlwerk, das seine Arbeit angenehm leise verrichtet.

Der maximale Pumpendruck der Maschine liegt bei 15 bar. Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen gehören ein elektromagnetisches Ventil, welches das Nachtropfen verhindert, sowie ein doppeltes Wasserführungssystem. Dieses will die Verkalkung der Acopino reduzieren.

Eine oder zwei Tassen



Die Inbetriebnahme ist kinderleicht, lediglich drei Druckknöpfe führen dazu, dass man fast nichts verkehrt machen kann. Nach dem Einschalten dauert es rund 100 Sekunden, bis die Milano Deluxe aufgeheizt ist – eine LED geht aus und signalisiert: Ich bin startklar! Je nachdem, ob nur eine oder zwei Tassen Espresso gewünscht sind, setzt man den passenden Filter in den schweren Filterträger ein. Dieser besteht aus verchromtem Messing. Das Sieb wird jetzt gegen den Knopf für gemahlenen Kaffee gedrückt und so lange gehalten, bis die gewünschte Kaffeemenge erreicht ist. Diese muss man selbst einschätzen, auf einen automatischen Stopp hat Acopino verzichtet.

Anschließend wird der Inhalt des Siebs gegen den Kaffeepresser gedrückt – auf diese Weise wird das Pulver gepresst. Jetzt gilt es nur noch den Filterträger unter die Brühgruppe zu setzen und von links nach rechts zu drehen. Hierbei ist ordentlich Kraft erforderlich. Tasse auf das Abtropfbecken stellen (gerne auch zwei), den Kaffee-/Heißwasserschalter betätigen, und schon läuft der Espresso heraus. Auch hier gilt: Dieser Vorgang muss selbstständig beendet werden, es gibt keine Abschaltautomatik.

Ein echtes Geschmackserlebnis



Beim ersten Versuch trat der Espresso nur tröpfchenweise aus. Ein Blick in die Bedienungsanleitung verriet aber sofort die Ursache: Zu fein gemahlener Kaffee und zu stark gepresstes Pulver sind schuld an diesem Verhalten. Ein bisschen Experimentieren ist angesagt, um das optimale Verhältnis zwischen Mahlgrad, Kaffeemenge und Andruckstärke zu ermitteln. Hat man die perfekte Einstellung raus, folgt die prompte Belohnung: Der Espresso stellt ein echtes Geschmackserlebnis dar. Aromatisch, köstlich, einfach inspirierend und so genussvoll, wie man es vom Italiener her kennt. Zwar bietet die Acopino auch die Möglichkeit, einen Espresso aus Tabs herzustellen, aber qualitativ ist das Ergebnis mit gemahlenem Kaffee nicht zu vergleichen.

Wer auf cremigen Cappuccino steht, kann Milch in einem separaten Behälter aufschäumen. Dazu müssen die Dampftaste gedrückt und der Dampf/Heißwasserknebel bedient werden. Akustisch beinahe schon unangenehm laut wird das gewünschte Getränk jetzt aufgeschäumt. Der Schaum steht zwar nicht im Becher, er bleibt leicht flüssig, ist dafür aber sehr luftig und lecker.

In der Front der Milano Deluxe befinden sich zwei Schubladen: eine für abtropfendes Wasser, eine, um hier den Kaffeesatz zu entsorgen. Zum Reinigen einfach die Schubladen herausziehen, entleeren, feucht auswischen, fertig! Ansonsten genügt es, regelmäßig das Dampfrohr und die Aufschäumdüse zu säubern. Für das empfindliche Gehäuse genügt ein weiches Tuch.

Fazit

Wer auf frischen Espresso aus gemahlenem Kaffee steht, wird sich mit der Milano Deluxe geschmacklich und emotional schnell wie in einer Mailänder Trattoria fühlen. Zubereitung und Reinigung sind extrem einfach, Gaumen und Augen spricht die Maschine von Acopino im schicken Edelstahlgehäuse gleichermaßen an. Na dann: Viva Espresso!

Preis: um 700 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Acopino Milano Deluxe

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Verarbeitung/Design: 20%

Funktion: 40%

Handhabung und Reinigung: 20%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Ausstattung & technische Daten
Preis (in Euro): 700 
Vertrieb: Acopino 
Telefon: 036962-22600 
Internet: http://www.acopino.de/home/ 
Technische Daten
Abmessungen: 33 x 25 x 37 cm, 12,2 Kilo 
Leistung: 1.200 Watt 
Kaffeedruck bei der Ausgabe: 15 bar 
Espresso: Ja 
Cappuccino: Ja 
Wassertank: 2,7 l 
Tassenwärmer: Ja 
Betrieb mit Tabs: Ja 
Milchaufschäumer: Ja 
Tropfschale: Ja 
Mahlgrad einstellbar: Ja (7 Stufen) 
Spender für gemahlenen Kaffee: Ja 
Extras: stufenlos einstellbare Mühle mit 38-mm-Kegelmahlwerk, doppeltes Wasserführungssystem, blau beleuchtetes Pumpendruckmanometer 
Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
Kontakt E-Mail
Datum 28.10.2016, 19:31 Uhr
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