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Topthema: Luftreiniger Welcher Luftreiniger ist der richtige?

Verschiedene Technologien kommen bei der Luftreinigung zum Einsatz. Erst bei genauerem Hinsehen zeigt sich dann, dass nur ein kleiner Teil für den Einsatz im Haushalt geeignet ist.

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Kategorie: Fensterreiniger

Einzeltest: Kärcher WV 5 Premium


Erst wischen, dann saugen: Kärcher Fenstersauger kennt bei Streifen keinen Spaß

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Im Ranking der unbeliebtesten Tätigkeiten im Haushalt hat das Fensterputzen traditionell einen Spitzenplatz: Die Arbeit nimmt nicht nur unheimlich viel Zeit in Anspruch, häufig lässt das Ergebnis in Form von hässlichen Schlieren auch zu wünschen übrig. Eine dreifach schnellere Fensterreinigung als bisher und zudem streifenfreie Resultate verspricht Kärcher mit seinem Fenstersauger WV 5 Premium.

Das Prinzip des weiß-schwarzen Geräts klingt plausibel: Es setzt genau da an, wo mit herkömmlichem Putzzeug die Schwierigkeiten beginnen. Das Entfernen von Schmutz auf der Scheibe ist im Normalfall das geringste Problem. Ob Schwamm, Lappen oder Tuch – im Zusammenspiel mit Wasser und etwas Reinigungsmittel sind Fingerabdrücke, Schmutzpartikel und andere Rückstände schnell beseitigt. Doch jetzt geht der Kampf los. Egal, ob mit Abzieher, Mikrofasertuch oder Zeitungspapier: Spätestens beim nächsten strahlenden Sonnenschein traut man seinen Augen nicht – Schlieren und Streifen übersäen die Fensterscheibe. Das ist mehr als deprimierend.


Auch für Spiegel, Fliesen und Glastische geeignet



Der WV 5 Premium hingegen saugt die Reinigungsflüssigkeit einfach von der Scheibe. Genau wie ein Nass-Sauger den Boden von Wasser und Co. befreit, rückt der Kächer der Fensterscheibe, dem Badezimmerspiegel, Glastischen, Fliesen oder auch der Duschkabine zu Leibe.

Im ersten Schritt befüllt man die Sprühflasche mit dem mitgelieferten Glasreiniger-Konzentrat. Alternativ ist auch jedes andere Mittelchen geeignet. Der Clou: Die Sprühflasche verfügt als besonderes Extra über eine Wischlippe mit weichem Mikrofasertuch. Nachdem die Scheibe eingenebelt wurde, kann man sofort mit dem Reinigen beginnen. Blitzschnell ist das Reinigungsmittel gleichmäßig auf der Fensterscheibe verteilt. Bei hartnäckigen Verschmutzungen, beispielsweise Vogelkot, muss man ein wenig Kraft anwenden, um hier alle Rückstände zu lösen. Das Schöne: Da man jetzt nicht auf die Saugleistung von Zeitungspapier und Co. angewiesen ist, kann die Scheibe ruhig noch richtig nass sein. Vorarbeiten sind nicht nötig. Denn jetzt kommt der Fenstersauger zum Einsatz.

Bis zu 35 Minuten Saugleistung am Stück



Der WV 5 Premium wiegt mit Akku 700 Gramm. Selbst wenn man alle Fenster im Haus an einem Nachmittag putzt, muss man nicht über Verspannungen im Oberarm- oder Schulterbereich klagen. Denn, so viel sei jetzt schon verraten: Die Zeitersparnis ist wirklich enorm. Angerieben wird der Kärcher durch einen Lithium-Ionen-Akku, der bis zu 35 Minuten am Stück durchhält und in 185 Minuten wieder voll aufgeladen ist. Die Anschaffung eines zweiten Akkus (19,99 Euro) ist zu empfehlen, um ohne Unterbrechung nach dem Boxenstopp weitermachen zu können. Wer den Akku nicht im Sauger selbst aufladen will, sollte über die Anschaffung der Ladestation mit Akku für knapp 50 Euro nachdenken.

Der 125 x 280 x 325 Millimeter große Fenstersauger besitzt einen Behälter, in dem das Schmutzwasser gesammelt wird. 100 Milliliter der schwarzen Drecksbrühe passen hier rein. Zum Ausleeren einfach den Saugabsatz abheben und die dunkle Suppe auskippen.

Das Geheimnis des WV 5 Premium liegt in den beiden Saugdüsen mit 28 bzw. 17 Zentimetern Breite. Diese bestehen aus einer dickeren Gummilippe, die dafür sorgt, dass der Kärcher spielend einfach über feuchte Untergründe gleitet. Hierunter befindet sich eine zweite dünne Gummileiste. Fertig ist eine Art breite Düse wie beim Staubsauger. Ein Druck auf den gummierten Taster auf der Oberfläche, und schon brummt der Motor los. Der Geräuschpegel ist glücklicherweise so akzeptabel, dass man während der Arbeit das Radio nur etwas lauter stellen muss und Gespräche immer noch problemlos führen kann. Drei grüne LEDs zeigen an, wie frisch der Akku noch ist.

Stufenlos einstellbarer Abstandshalter



Die Scheibe ist feucht, und jetzt darf der WV 5 Premium loslegen. Es genügt, den Sauger wie einen Fensterabzieher von links nach rechts oder von oben nach unten und dann in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen. Wie von Geisterhand verschwinden Wasser und Glasreinigerschaum. Und zwar sofort. Mehrmals über dieselbe Stelle zu fahren kann man sich sparen. Ruckzuck sind ein komplettes Fenster oder ein Spiegel sauber. Allenfalls an den Nahtstellen zwischen zwei Bahnen kann es passieren, dass man etwas geschludert hat. Den Kärcher noch mal ansetzen, und schon ist das kleine Malheuer beseitigt. Kaum zu glauben, wie schmutzig das Wasser ist, das im Auffangbehälter landet.

Die Kontrolle zeigt: Schlieren, Streifen, Wassertropfen – Fremdwörter für den WV 5 Premium. Höchstens am Rand ist es unter Umständen erforderlich, dass man hier händisch etwas nachpolieren muss. Damit das nicht nötig wird, verfügt der Fenstersauger über einen stufenlos einstellbaren Abstandshalter an der Abziehlippe. Dieser wird über einen Drehregler justiert. Beim Putzen kann der Kärcher jetzt außen an den Fensterrahmen gedrückt werden, die Lippe wischt jedoch nur über die Scheibe und bleibt nicht an der Gummidichtung oder im Fensterkitt hängen.

Der Umgang mit dem neuen Arbeitsgerät ist so einfach, dass man bereits nach wenigen Minuten mit dem Handling vertraut ist und dieses nicht mehr missen möchte. Mit einer Akkuladung lassen sich tatsächlich locker 100 Quadratmeter blitzblank reinigen. Der Wasserverbrauch reduziert sich dabei auf ein ungewohntes Minimum, der Zeitaufwand schrumpft erheblich – drei Mal schneller als bisher, damit übertreibt Kärcher keineswegs.

Fazit

Eine Frage stellt man sich sofort, wenn man mit dem Kärcher seine Fensterfronten auf Hochglanz gesaugt hat: Warum hat man sich ein solches Gerät nicht schon viel früher angeschafft? Streifenfreies Fensterputzen kann so einfach sein. Deutlich weniger Zeit, deutlich weniger Wischwasser, und sogar deutlich mehr Spaß: Der Kärcher WV 5 Premium stellt das Ranking der unbeliebtesten Tätigkeiten im Haushalt auf den Kopf. Fensterputzen gehört ganz sicher nicht mehr dazu.

Preis: um 95 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Kärcher WV 5 Premium

5.0 von 5 Sternen

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Bewertung 
Verarbeitung: 30%

Handhabung: 30%

Funktion: 40%

Ausstattung & technische Daten 
Ausstattung & technische Daten
Preis (in Euro): 95 
Hersteller: Kärcher 
Internet: www.kaercher.com 
Technische Daten
Arbeitsbreite der Absaugdüse (cm): 28 / 17 
Behälterinhalt Schmutzwasser (ml): 100 
Akkuladezeit (min): 185 
Akkulaufzeit (min): 35 
Reinigungsleistung pro Akkuladung: ca. 105 m² = 35 Fenster 
Gewicht inkl. Akku (kg): 0.7 
Abmessungen (L × B × H) (mm): 125 x 280 x 325 
Zubehör: Entnehmbarer Lithium-Ionen-Akku, Saugdüse, breit mit Abstandshaltern, 280 mm, Saugdüse, schmal, 170 mm, Ladegerät, Sprühflasche mit Mikrofaser-Wischbezug, Glasreiniger-Konzentrat, 20 ml 
Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
Kontakt E-Mail
Datum 05.10.2016, 17:03 Uhr
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