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News Kategorie: Haushaltsgroßgeräte
Haushaltsgroßgeräte

Spül- und Waschmaschine: Vorsicht vor Kurzprogrammen – Energieverbrauch steigt spürbar

05.06.2018 07:24 Uhr von Jochen Wieloch

Unsere Zeit wird immer knapper. Hier ein Termin, da ein Treffen, danach zum Sport. Damit zwischendurch mal eben Wäsche oder Geschirr gereinigt werden, bieten immer mehr Wasch- und Spülmaschinen spezielle Schnell- und Kurzprogramme an. Die sind zwar praktisch. Doch steigt dadurch ähnlich wie beim Autofahren mit höherem Tempo auch der Energieverbrauch?

Die eindeutige Antwort: Ja! Die Parallele ist gerechtfertigt: Wer schnell mit dem Auto unterwegs ist, verbraucht mehr Sprit. So benötigen auch die Hausgeräte im Schnellwaschgang mehr Energie, um die gleichen Reinigungsergebnisse in kürzerer Zeit zu erbringen. Natürlich sind die schnellen Programme praktisch – zum Beispiel wenn das Geschirr bei einer Familienfeier oder Geburtstagsparty schnell sauber werden und wieder zum Einsatz kommen soll.

Die Verwendung der Kurzprogramme sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden. „Der Verbraucher hat zum Beispiel bei der Waschmaschine die Wahl, ob er besonders schnell oder besonders sparsam waschen will“, so Claudia Oberascher von der Initiative „Hausgeräte+“. Moderne Modelle bieten zahlreiche alternative Funktionen und Programme, mit denen es sich im Alltag kostengünstiger waschen lässt als im Schnellwaschgang. Am sparsamsten sind die effizienten Eco-Programme, die aber auch ihre Zeit brauchen – oft bis zu drei Stunden.

Niedrigere Temperaturen können von Vorteil sein

Durch die längere Laufzeit dieser Sparprogramme lassen sich andererseits niedrigere Temperaturen nutzen, denn das Reinigungsmittel hat mehr Zeit zu wirken. Extreme Kurzwäsche hingegen, die nur rund 30 Minuten dauert, kann bei der Waschwirkung nicht mithalten. Diese Programme eignen sich zum Auffrischen kleinerer Beladungsmengen. Für stark verschmutzte Wäsche ist ein Programm mit langer Laufzeit das Richtige, Kurzprogramme sind dafür ungeeignet.

Auch für die Haushaltskasse ist es grundsätzlich besser, die Waschmaschine länger laufen zu lassen. „Bei längerer Waschzeit arbeitet die Maschine nur kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie“, erklärt die Expertin. Das gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine.

Immer pünktlich mit der Startzeitvorwahl

Moderne Wasch- und Geschirrspülmaschinen bieten noch eine Alternative zum Schnellwaschgang. Mit der so genannten Startzeitvorwahl lässt sich vorausschauend planen: Mit dieser Funktion ist das Gerät zur vorgegebenen Zeit fertig. Der Programmbeginn kann von einer bis zu 24 Stunden vorgewählt werden – in Schritten von einer bis zu einer halben Stunde. So läuft die Maschine im Sparprogramm bequem mehrere Stunden lang und ist fertig, wenn der Nutzer beispielsweise abends nach der Arbeit nach Hause kommt. Wer die Programmvorwahl nutzen möchte, sollte allerdings ein Gerät mit Komplettschutz vor Wasserschäden verwenden.

„Beim Kauf einer neuen Maschine sollten Verbraucher darauf achten, dass das Gerät ein Display hat“, erklärt Claudia Oberascher. „Dann kann man auch davon ausgehen, dass es eine Startzeitvorwahl besitzt.“ Praktisch ist auch die Anzeige der Restlaufzeit, wodurch sich das Waschen und Spülen ebenfalls besser planen lässt.

Bildquelle: Hausgeräte+

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Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 05.06.2018, 07:24 Uhr
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