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Kategorie: Kaffeevollautomat

Einzeltest: Dalla Corte Studio


Filterträger-Espressomaschine · Dalla Corte Studio

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Dalla Corte spielt in Sachen Espresso-Technik in der obersten Liga. Nicht umsonst sind die großen Maschinen des italienischen Herstellers häufig die Wahl nationaler und internationaler Top-Baristas. Auch für Home und Office hat Dalla Corte kompakte Maschinen mit professioneller Brühtechnik im Angebot. Das neuste Modell, die Studio, durften wir intensiv testen.

Wer anfängt, sich ernsthaft mit dem Thema Espresso zu beschäftigen, landet fast unweigerlich irgendwann bei Filterträger- Maschinen, die auch als Siebträger-Maschinen bezeichnet werden. Wer dann eine kleine private Marktstudie zum Thema haushaltstaugliche Filterträger- Maschinen startet, stößt meist als erstes auf einige wenige Hersteller, deren chromglänzende Produkte auf breiter Fläche angeboten werden - zum Beispiel auch in einigen Elektronik- Supermärkten. Steigt man tiefer in die Materie ein, bekommt man schnell den Eindruck, das fast in jeder Ecke Italiens kleine Hersteller sitzen, die die gleichen Bauteile in unterschiedlich gestaltete Gehäuse einbauen und unter klangvollen Namen anbieten. Markantes Merkmal dieser Maschinen ist fast immer eine Faema E61 Brühgruppe bzw. ein Nachbau dieser Gruppe, die Faema 1961 für den Einsatz in professionellen Espressomaschinen entwickelt hat. 60 Jahre alte Technik definiert hier den Standard bei ambitionierten Espressomaschinen für den Hausgebrauch. Wer dagegen guckt, womit Baristas in angesagten Kaffee-Bars arbeiten, sieht häufig ganz andere Brühgruppen und liest Namen, die man selten auf kleinen Maschinen findet. Das hat natürlich Gründe. Viele Bauteile, die in modernen Gastro-Maschinen zum Einsatz kommen, sowie eine aufwändigere Konstruktion sind teuer. Bei großen Maschinen mit drei oder mehr Brühgruppen, die gerne um die 10.000 Euro kosten, fallen die in der Gesamtkalkulation weniger ins Gewicht, als wenn sie in eine kleine Maschine mit nur einer Brühgruppe eingebaut werden. Und hier kommt Dalla Corte ins Spiel. Der im Großraum Mailands ansässige Hersteller gehört zu den wenigen, die ihre modernste Technik, die in den großen Bar- Maschinen zum Einsatz kommt, auch in kleine Maschinen für den Haus- und semiprofessionellen Gebrauch einbauen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Dalla Corte Maschinen preislich da anfangen, wo die meisten Haushaltsmaschinen aufhören. Die hier vorgestellte Studio ist das kleinste Modell im aktuellen Portfolio von Dalla Corte.     

Ausstattung


Wie in den großen Barmaschinen von Dalla Corte, bei denen jede Brühgruppe einen eigenen Boiler für das Kaffeewasser hat, hat auch die Brühgruppe der Studio ihren eigenen, elektronisch temperaturgeregelten 0,5-Liter-Boiler, der direkt über der Gruppe sitzt und so für eine schnelle Aufwärmzeit und eine konstante Temperatur der Gruppe sorgt. Dampf für das Milchaufschäumen wird in einem zweiten, 1,5-Liter-Boiler erzeugt. Beide Boiler lassen sich separat ein- und ausschalten sowie in der Temperatur regeln. Da in der Studio eine professionelle Rotationspumpe arbeitet, kann die Wasserversorgung über einen Drei-Liter-Tank im Inneren der Maschine oder über einen festen Anschluss an eine Trinkwasserleitung erfolgen. Im Tank ist eine Entkalkungspatrone installiert, die regelmäßig gewechselt werden sollte. Auch bei einem festen Wasseranschluss sollte man einen geeigneten Wasserfilter vorschalten. Der Lieferumfang ist üppig. Neben Filterhaltern mit einem und zwei Ausläufen, Einer- und Zweier-Filtern in verschiedenen Größen, passendem Tamper und einer Tampermatte legt Dalla Korte auch eine Brühgruppenbürste, ein Mikrofaser- Putztuch, Reinigungstabletten und sogar ein Set Tassen sowie eine Barista- Schürze bei. Die Verarbeitungsqualität der Studio ist okay, sehr solide und insgesamt eher „pragmatisch“. Wer Griffe aus gedrechseltem Walnussholz und allerorts feinst geläppte Edelstahloberflächen erwartet, muss sich woanders umgucken. Das gibt es auch, doch dann zahlt man entweder mehr als das Doppelte oder bekommt im edlem Gehäuse lediglich gewöhnliche Brot-und-Butter-Brühtechnik.      

Praxis


In der Praxis überzeugt die Dalla Corte Studio auf der ganzen Linie. Das beginnt damit, dass die Boiler schnell auf Betriebstemperatur sind. Die Gruppentemperatur wird auf dem Display der Maschine angezeigt, das Manometer auf der Front zeigt an, ob die Studio genug Druck auf dem Kessel hat, um feinporigen Milchschaum zu erzeugen. Man kann sich aber auch die Temperatur im Dampfboiler auf das Display holen. Nach dem Warm-up kann es losgehen. Unter der Kaffeemühle fällt auf, dass die Filter und Filterträger vergleichsweise hoch sind. Gut so, denn dadurch ist die Gefahr, Kaffeepulver zu verschütten, gering. Clever ist auch, dass die Griffe der Filterträger leicht nach unten geneigt sind. Zumindest den Filterträger mit doppeltem Auslauf kann man dadurch so hinstellen, dass der Filter gerade steht. So kann man ihn auch abstellen, wenn Kaffeepulver drin ist. Im Vergleich zu den gängigen E61-Filtern ist der Durchmesser der Dalla-Corte-Filter etwas kleiner. Praktischerweise liegt der Maschine gleich ein passender Tamper aus Alu bei. Sitzt der mit Kaffeepulver bestückte Filterträger sicher unter der Brühgruppe, betätigt man den Bezugshebel. Die Bezugszeit kann man manuell steuern; alternativ kann man die Positionen 1 und 2 mit verschiedenen Zeiten programmieren, sodass die Extraktion nach der eingestellten Zeit automatisch endet. Kaum hat man den Bezugshebel betätigt, kommt das erste Aha-Erlebnis. Zumindest für jeden, der gängige Haushaltsmaschinen gewohnt ist. Keine Vibrationspumpe rappelt los. Stattdessen ertönt lediglich ein feines Säuseln, das verrät, dass die Rotationspumpe den Betrieb aufgenommen hat. Am Display erscheint ein Counter, der anzeigt, wie lange der Bezugsvorgang läuft. Nach der Präinfusionsphase, deren Dauer man natürlich ebenfalls einstellen kann, beginnt der Kaffee schön regelmäßig und fein-sämig aus den Ausläufen zu fließen. Das Ergebnis ist perfekt. Natürlich nur, wenn man Mahlgrad und Menge des Kaffeepulvers vorher richtig eingestellt hat. Wenn es um die richtigen Einstellungen geht, kommen die Profi-Gene der Studio durch. Die Maschine ist so ausgelegt, dass der Chef die Einstellungen einmal richtig vornimmt und dann jeder, der die Maschine bedienen kann, einen perfekten Espresso produziert. Das Manometer, das den Pumpendruck anzeigt und das dem Profi beim Einstellen von Mahlgrad und Menge des Kaffees eine Hilfe sein kann, sitzt im Inneren der Maschine. Im Alltag verwirrt die Anzeige des Pumpendrucks nur. Dafür kann man die Maschine so einstellen, dass sie Alarm schlägt, wenn der Brühdruck zu gering ausfällt und man den Mahlgrad feiner einstellen sollte. Die großen Barmaschinen von Dalla Corte verfügen sogar über eine Schnittstelle, über die die Espressomaschine mit der Kaffeemühle kommuniziert. Hier kann die Espressomaschine den Mahlgrad der Mühle selbständig anpassen. Natürlich kann man auch die Temperatur des Kaffeewassers auf das Grad genau einstellen. Beeindruckend ist auch die Dampfpower der Studio. Legt man beherzt den Dampfhebel um, entfacht die Maschine dank Vier-Loch-Düse sofort einen Wirbelsturm im Milchkännchen. Wer es drauf hat, erhält in Rekordzeit perfekten Milchschaum, wer nicht, muss üben und Küche putzen. 

Fazit

Die Dalla Corte Studio bietet echte Profi -Technik im Heimformat. Für Profi-Baristas ist sie ein ernstzunehmendes Arbeitsgerät und kann, einmal richtig eingestellt, auch von fast jedem Menschen sicher bedient werden. Für Hobby- Baristas dürfte die Dalla Corte Studio schlicht ein Traum sein.

Preis: um 4500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Dalla Corte Studio

Kaffeevollautomat Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion 40%

Verarbeitung/Design 20%

Handhabung/Reinigung 20%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Hersteller Dalla Corte Deutschland, Hamburg 
Internet www.dalla-corte.de 
Telefon 0911 252663-90 
Technische Daten
Wasserversorgung Tank 4 l oder Wasserleitung 
Volumen Boiler Kaffeewasser 0,5 l 
Volumen Boiler Dampf 1,5 l 
Max. Leistung 1970 
Maße (H x B x T) 390/400/321 
Gewicht 27,5 kg 
Lieferumfang · Siebträger mit einem Auslauf (Single) · Siebträger mit zwei Ausläufen (Double) · 2 Kaffeefi lter für 1 Dosis · 2 Kaffeefi lter für 2 Dosenverschiedenen Tiefen · Blindfi lter · Reinigungsbürste · Dose Reinigungstabletten · Tamper · Putztuch · Tamper-Unterlage · Werkzeug zur Demontage des Duschsiebs 
+ umfangreiche Einstell- und Programmiermöglichkeiten/leise • viel Zubehör 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
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Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Chefredakteur
hausgeraete-test.de
Kochen ist Leidenschaft

Liebe Leserinnen und Leser, ab sofort habe ich die große Freude, Sie an dieser Stelle als Chefredakteur von hausgeraete-test.de sowie unseres Magazins KÜCHE & HAUSHALT begrüßen zu dürfen.


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  • www.smarthometest.info
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 12.10.2020, 08:55 Uhr