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Kategorie: Grill

Einzeltest: Accente 980 PRO G-Force 6


Die perfekte Kruste

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Steaks kann man auf viele Arten zubereiten. Die vielleicht spannendste Art ist dabei ein Oberhitzegrill. Wir haben mit dem G-Force 6 ein interessantes Exemplar getestet.

Die Grillsaison ist im vollem Gange, da kann man ja mal auf die Idee kommen, es mit einem neuen Grill zu versuchen. Die meisten Griller werden einen Gasgrill oder einen Holzkohlegrill besitzen, manche sicherlich auch einen Smoker. Es gibt jedoch mit dem Oberhitzegrill ein interessantes Spielzeug, was den Grill-Fuhrpark um neue Zubereitungsmöglichkeiten erweitern kann. Mittlerweile gibt es Oberhitzegrills in großer Zahl auf dem Markt. Die Preise reichen von 250 Euro beim Discounter bis in den vierstelligen Bereich. Mit Accente betritt jetzt ein neuer Player die Bühne, dabei handelt es sich jedoch keinesfalls um Newbies, sondern hinter der neuen Marke steckt ein Hersteller mit jahrelanger Erfahrung mit Gerätschaften dieser Art. Preislich liegt unser Testmodell 980 PRO G-Force 6 mit um die 500 Euro in der Mitte, aus der selben Serie gibt es weiterhin die Modelle G-Force 5 und G-Force 8 und schließlich stehen noch elektrisch betriebene Oberhitzegrills zur Auswahl. 

Wozu ein Oberhitzegrill?


Mit einem Oberhitzegrill wird anders gegrillt als mit einem konventionellen Grill, bei dem die Hitze von unten kommt. Der Schlüssel zum Erfolg des Oberhitzegrills ist seine große Hitze, die in Verbindung mit einem kurzen Abstand des Garguts zum Brenner für einzigartige Grillbedingungen sorgt. Steaks werden in viel kürzerer Zeit gegrillt als auf dem normalen Grill, daher verwundert es nicht, dass das Ergebnis ein anderes ist. 800° sind die magische Schwelle, damit innerhalb kürzester Zeit das typische Grillergebnis erzielt werden kann, die Hersteller arbeiten hier offenbar nach dem Prinzip je mehr, je besser. Zum Vergleich: Ein normaler Gasgrill erzielt bei voller Leistung Temperaturen von ca. 350°, ist also ein Kühlschrank gegen den Oberhitzegrill. Durch die kurzzeitige Röstung bei extrem hohen Temperaturen entsteht eine Kruste, die mit keiner anderen Art von Grill erzeugt werden kann. Genau diese ist der Grund, warum immer mehr Steakfans auf Oberhitze schwören, die einzigartigen Röstaromen sprechen da für sich. Unter den heißen Bedingungen bildet sich auf dem Fleisch sofort eine geschlossene Oberfläche, die verhindert, dass das Steak austrocknet. Die berühmte Maillard- Reaktion setzt zwar bereits bei viel niedrigeren Temperaturen ein (sonst könnte man kein Steak in der Pfanne braten), beim Oberhitzegrill geht die Bildung der Röstaromen jedoch turboschnell, was sich auf Geschmack und Konsistenz auswirkt. Und wie funktioniert so ein Grill? Im Deckel des Grillraums ist ein Keramikbrenner eingelassen, der mit vielen kleinen Poren für eine flächige Verbrennung des Gas-Luft-Gemischs sorgt. Das Gemisch verbrennt und heizt dabei die Keramik stark auf, dann wird die Hitze als Strahlungswärme ans Grillgut abgegeben. Genau dieses Gasgemisch, bzw. seine Erzeugung ist der „Trick“ beim Oberhitzegrill. Denn nur mit viel Sauerstoff lassen sich diese hohen Temperaturen erzielen, würde man das Flaschengas einfach so verbrennen, wäre die Verbrennung viel kälter. Im Oberhitzegrill wird das Gas daher in einem Rohr bis kurz vor den Brennereingang geleitet, wo es sich mit Luft mischen kann. Durch eine Düse erhält das Gas den nötigen Druck, um mit hoher Geschwindigkeit zielgerichtet in den Brenner zu strömen. Nach Art des Venturi-Prinzips mischen sich dabei wie bei einem Vergaser Brennstoff und Luft, so dass ein brennbares Gemisch entsteht, das in den Brenner strömt. Beim G-Force 6 haben wir an dieser Stelle eine Besonderheit entdeckt. Neben dem Gasrohr ist ein zweites Rohr angebracht, das Zusatzluft führt. Hierzu gibt es neben dem Gasventil einen „Turbo“-Knopf. Drückt man diesen Schalter, wird auf der Rückseite des Geräts Außenluft angesaugt und mittels eines batteriebetriebenen Ventilators durchs Luftrohr gedrückt. So erzielt der G-Force einen besonders hohen Sauerstoffanteil im Gasgemisch, der für nochmals höhere Verbrennungstemperaturen sorgt. 980° werden vom Hersteller angegeben, womit der G-Force Rekordhalter sein dürfte. 

Lieferumfang und Inbetriebnahme


Der G-Force kommt komplett ausgestattet, außer einer handelsüblichen Gasflasche ist alles dabei. Das schließt einen Grillrost und zwei unterschiedlich tiefe Gastroschalen ein. Für den Rost gibt es einen Griff, der wie alles andere aus Edelstahl gefertigt ist, außerdem liegt eine schön lange (40 cm) Grillzange bei. Auf Handschuhe kann man wegen der Länge von Griff und Zange verzichten, zumal der G-Force eine Elektrozündung hat. Das fummelige Anzünden mit einem langen Span kann man sich sparen, so dass auch keine Verbrennungsgefahr besteht. Eine Haube gegen Regen wäre dagegen schön gewesen, genau wie höhenverstellbare Füße. Das ist jedoch die einzige kleine Kritik, den ansonsten ist der Grill sehr gut verarbeitet. Er besteht aus dickem Edelstahl und wird von VA-Schrauben zusammengehalten. Natürlich ist er doppelwandig aufgebaut, damit man sich nicht verbrennt, innen ist er glatt zur leichten Reinigung, im oberen Bereich gibt es Rauchabzugslöcher. Der Zusammenbau gerät fix, wobei nicht geschraubt werden muss, Der Einsatz mit den Schienen wird einfach in den Innenraum gestellt und von einer kleinen Stufe am Herausrutschen gehindert. Das funktioniert im Neuzustand einwandfrei, ließe sich jedoch etwas sicherer lösen. Außerdem hat uns verwundert, dass die unterste Schiene so niedrig angebracht ist, das auch die flache Schale nicht hineinpasst, so benutzt man eben die zweitunterste Schiene. Die Bedienung geht super von der Hand. Nach Verbindung des beiliegenden Gasschlauchs mit der Flasche drückt man wie bei einem Gaskochfeld den Ventilknopf, der Grill zündet automatisch und man kann die Gaszufuhr stufenlos regeln.

 G-Force 6 in Aktion


Damit sind wir auch schon bereit zum Grillen. Der G-Force ist nach einer kurzen Vorheizzeit in ca. 5 Minuten einsatzbereit, so dass man auch mal nach Feierabend auf die Idee kommen kann, kurz noch einmal zu Grillen. Sehr positiv fällt auf, dass unser G-Force 6 etwas breiter ist als der übliche Standard. Sein Grillrost ist 22,6 Zentimeter breit (G-Force 5: 15,5 cm), man sollte vor dem Kauf eines Oberhitzegrills allerdings beachten, dass davon durch die seitlichen Schienen noch ein paar Zentimeter abgehen. So kommen wir beim G-Force 6 auf eine nutzbare Breite von gut 18 Zentimetern. Das reicht normalerweise auch für einen ausgewachsenen Cut wie T-Bone. Damit gehört der G-Force 6 zu den großzügig geschnittenen Oberhitzegrills am Markt, was ihn sicherlich für Viele attraktiv macht. Die Tiefe bzw. Länge des Grillrosts ist mit 34 Zentimetern mehr als ausreichend bemessen. Da der Brenner aber mit 18 x 20 Zentimetern deutlich kleiner ausfällt und er mit einem Abstand von 11 Zentimetern vom vorderen Gehäuserand installiert ist, ist es kein Wunder, dass hauptsächlich der hintere Teil des Rosts richtig heiß wird. Der Toastscheibentest ergibt eine gleichmäßig bestrahlte Fläche von ca. 18 x 25 Zentimetern, was einen guten Wert darstellt. Der vordere Bereich ist also etwas kälter, was man zum Warmhalten ausnutzen kann und was in der Praxis wieder für eine geringere Verbrennungsgefahr sorgt. Die Unterseite des G-Force 6 wurde bei uns im Betrieb nie heiß, noch nicht einmal besonders warm, man braucht sich also um den Untergrund keine Sorgen machen. Schreiten wir zur Tat, natürlich mit der wohl häufigsten Anwendung: Steaks! Wir haben zwei nette kleine Chucks aus dem irischen Rindernacken sowie ein Rumpsteak von der grünen Insel besorgt und den Grillrost mit Rapsöl eingerieben, damit hinterher nichts klebt. Bei voller Hitze, allerdings ohne „Turbo“, erzielten wir binnen einer Minute eine perfekte Kruste auf den Chucks. Die Kruste unterscheidet sich vom normalen Grill dadurch, dass sie durchgängig das Steak gleichmäßig überzieht. Das Fleisch sollte allerdings schön flach sein, denn durch den geringen Abstand zum Brenner verbrennen sonst weite oben gelegene Fleischteile innerhalb kürzester Zeit. Es gibt also kein Branding, denn der Rost selbst wird nicht so heiß, weil das Fleisch zwischen ihm und dem Brenner ist. Nach gewünschter Bräunung wird das Steak gewendet und die zweite Seite gegrillt. Bei voller Pulle erhält man ein Steak mit perfekter Kruste und einem gleichmäßig gegartem Kern, es gibt also keinen Gradienten mit allmählich von innen nach außen garer werdendem Kern. Wer sein Steak englisch mag, kann bereits genießen. Für medium muss Das gute Stück auf einer weiter unten liegenden Schiene fertig gegart werden und eventuell nicht bei Vollgas angegrillt werden. Auch die Rückwärtsmethode funktioniert im G-Force, zuerst unten gar zeihen und zum Schluss oben bei Vollgas die Kruste grillen. Das Ergebnis hat bei uns jedenfalls alle Testesser überzeugt. Das Fleisch schmeckt anders als vom normalen Grill, Vielen sogar eindeutig besser. Ebenfalls empfehlenswert: Grillen auf der zweitobersten Schiene. Dann dauert es etwas länger bis zur perfekten Kruste, das Steak wird dabei je nach dem medium-rare bis medium. Natürlich spielen Art und Dicke des Steaks eine Rolle. Im Oberhitzegrill empfehlen sich eventuell nicht ganz so dicke Cuts bis 2,5 oder 3 Zentimeter. Die erhalten in einem Rutsch den gewünschten Gargrad und nach der Ruhezeit ist das Steak perfekt. Dickere Cuts müssen in jedem Fall weiter runter, wo es nicht so heiß ist. Das gilt auch für Gemüse, das man ohne Weiteres mit dem G-Force zubereiten kann. Genauso wie andere Beilagen platziert man die Gastroschale im mittleren Bereich und erhält so Leckeres auf den Teller. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Pizza in einer Minute? Sollte sehr gut klappen, mit genug Temperatur und ohne einen Pizzastein aufheizen zu müssen. Crème Brûlée? Karamellisieren in kürzester Zeit, ohne dass die Crème heiß wird.

Fazit

Der G-Force 6 ist groß genug für ein anständiges Steak, passt jedoch überall hin. Er ist sehr schnell einsatzbereit und eignet sich auch für weniger „grillaffine“ Fleischliebhaber oder für den Quickie nach Feierabend. Vor allem bietet er Hitze satt, die zudem sehr gut regelbar ist. Das Ergebnis ist eine unvergleichliche Kruste, die man so mit keiner anderen Art Grill- oder Kochgerät erzielt. Für Gearheads der richtige Oberhitzegrill.

Preis: um 500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Accente 980 PRO G-Force 6

Grill Profiklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion: 40%

Handhabung/Reinigung: 40%

Verarbeitung/Design: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 500 Euro 
Hersteller: Accente International, Hamburg 
Telefon: hotline 
Internet: www.accentepro.com 
Technische Daten:
Temperatur Brenner: 980° C 
Verwendungsart: privat, im Freien 
Brennnstoff: I3P (50) Propan 
Verbrauch: max. 0,34 kg/h 
Nennwärmebelastung: 4,7 kW 
Maße (BxTxH): Gerät (BxTxH): 330 x 500 x 370 mm / Grillrost: 225 x 340 x 3 mm 
Gewicht: 17,25 kg (ohne Zubehör) 
+ Hitze sehr gut regelbar / Gleichmäßige Hitzeverteilung im Nutzbereich / Top Kruste und Grillergebnisse 
- Standfüße nicht einstellbar 
Klasse: Profiklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
Neu im Shop:

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Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Chefredakteur
hausgeraete-test.de
Kochen ist Leidenschaft

Liebe Leserinnen und Leser, ab sofort habe ich die große Freude, Sie an dieser Stelle als Chefredakteur von hausgeraete-test.de sowie unseres Magazins KÜCHE & HAUSHALT begrüßen zu dürfen.


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Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hifitest.de
Elmar Michels
Autor Elmar Michels
Kontakt E-Mail
Datum 21.07.2020, 13:44 Uhr