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Kategorie: Kaffeevollautomat

Einzeltest: Acopino Latina


Günstiger Basis-Kaffeevollautomat

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Latina hat Acopino seinen neuen Kaffeevollautomaten genannt. Was haben lateinamerikanische Frauen mit Kaffee zu tun? Und was können Sie von dem neusten Kaffeevollautomaten von Acopino erwarten? Eins nach dem anderen…

Viele Kaffeeanbaugebiete liegen in den Ländern Lateinamerikas. Brasilien ist der weltweit größte Kaffeeproduzent, weitere große Kaffeeanbaugebiete finden sich in den Höhenlagen von Kolumbien, Honduras, Peru und Guatemala. Und, wie leider häufig, obliegt Frauen der größte Teil der arbeitsintensiven, schlecht bezahlten Arbeiten rund um Kaffeeanbau, Ernte und die Aufbereitung der Rohbohnen. Durch die gesteigerte Aufmerksamkeit, die das Thema Kaffee seit einigen Jahren genießt, gibt es hier eine erfreuliche Entwicklung: Gerade kleine Kaffeeröster suchen den unmittelbaren Kontakt zu Kaffeeproduzenten, unterstützen Anbaugenossenschaften und kaufen ihren Rohkaffee zu fairen Konditionen unmittelbar von den Kaffeebauern bzw. -bäuerinnen vor Ort. So sichern sie sich die besten Kaffeequalitäten und unterwandern das Preisdiktat der großen Kaffeesyndikate. Nehmen Sie das hier gerne als Aufforderung, Ihren Kaffee bewusst zu kaufen und beim Kauf auf die Herkunft der Bohnen zu achten. Den Namen „Latina“ werte ich als Würdigung der vielen Frauen, denen wir den größten Teil des Kaffees, den wir genießen dürfen, verdanken.  

Ausstattung


Die Latina von Acopino bietet eine solide Basisausstattung zu einem fairen Preis. Auf Knopfdruck mahlt sie die benötigte Menge an Kaffeebohnen und brüht eine Tasse Kaffee oder Espresso. Wasser- und Kaffeemenge sowie der Mahlgrad des Kaffees und Brühtemperatur können dabei eingestellt werden. Bedient wird die Acopino Latina über vier große Tasten auf der Front. Sie sind unterhalb eines einfachen schwarzweißen LC-Displays angebracht. Guckt man von schräg-oben auf das Display, ist leider nur schlecht zu erkennen, was auf dem Display angezeigt wird. Ansonsten lässt sich die Maschine einfach bedienen. Der linke Knopf dient zum Einschalten aus dem Standby, zum „harten“ Trennen vom Netz muss man den Stecker ziehen. Ist die Maschine warm und hat ihren initialen Spülvorgang absolviert, produziert sie nach dem Drücken derselben Taste einen Espresso. Die nächste Taste, die zweite von links, lässt die Maschine eine Tasse Kaffee produzieren. Letztendlich lässt sich für beide Tasten programmieren, wie viel Kaffee und Wasser die Maschine für die jeweilige Zubereitung verwendet. Man kann also auch eigene Kaffeerezepte speichern. Die dritte Taste ist mit „Clean“ beschriftet. Drückt man sie, führt die Maschine einen Spülvorgang durch. Spannend ist die letzte Taste. Sie ruft die Menüs für die erweiterten Einstellungen auf – angefangen von der Sprache der Menüführung über die Einstellung der Brühtemperatur bis hin zu Signaltönen und Einstellungen zur Reinigung und Entkalkung. Die Menüführung ist Acopino dabei gut gelungen, ein Blick in die ausführliche Bedienungsanleitung sich aufgrund des guten Bedienkonzeptes meist. Leicht zu bedienen ist die Acopino Latina auch, weil sie Fehlermeldungen im Klartext auf dem Display anzeigt – egal ob der Restebehälter voll oder der Wassertank leer ist oder ob die Maschine entkalkt werden muss.  

Praxis


In der Praxis überzeugt die Acopino Latina auf der ganzen Linie. Schön ist, dass sie vergleichsweise leise arbeitet. Dazu kommt, dass sie, entsprechend eingestellt, auch richtig kräftigen Kaffee bzw. Espresso brühen kann. Dafür verzichtet man gerne auf die Möglichkeit, zwei Tassen gleichzeitig zu produzieren. Wenn man mit der Acopino unbedingt gleichzeitig zwei Tassen parallel zubereiten will, stellt man einfach die zwei Tassen unter die zwei höhenverstellbaren Kaffeeausläufe und lässt sie zwei Kaffees hintereinander produzieren, die sich dann auf die beiden Tassen verteilen. Kaffeebohnen werden oben in den Bohnenbehälter eingefüllt. Hier kann man auch den Mahlgrad einstellen oder bereits fertig gemahlenen Kaffee einfüllen. Wer andere Kaffeevollautomaten kennt, wundert sich vielleicht über das Versteck des Restebehälters. Der sitzt bei der Acopino Latina auf der rechten Seite hinter der leicht zu öffnenden Gehäusewand. Viele Hersteller ordnen den Restebehälter hinter der Tropfschale an, sodass man beides mit einem Handgriff entnehmen und reinigen kann. Acopino verfolgt hier ein anderes Konzept. Der Vorteil ist, dass hinter der seitlichen Verkleidung gleich die ganze Brüheinheit zugänglich ist, die man hier mit einem Handgriff entnehmen und reinigen kann. Auch der hinten angeordnete Wassertank ist eher ungewöhnlich, da er hier weniger gut zugänglich ist, als wenn er seitlich angebracht wäre.

Fazit

Die Acopino Latina ist ein preisgünstiger Kaffeevollautomat, bei dem man auf einige Features, die teurere Maschinen bieten, verzichten muss. Das Wichtigste kann die Maschine jedoch wie die „Großen“, nämlich richtig guten Kaffee und Espresso brühen. Dazu lässt sie sich leicht bedienen und reinigen. Eine klare Preisempfehlung für Kaffee-Puristen.

Preis: um 270 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Acopino Latina

Kaffeevollautomat Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion: 40%

Verarbeitung/Design: 20%

Handhabung/Reinigung: 20%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro): um 270 Euro 
Hersteller: Merzweil, Vacha 
Internet: www.acopino.de 
Telefon: 036962 22600 
Technische Daten:
max. Pumpendruck: 19 bar 
Inhalt Bohnenbehälter (in g): 250 
Volumen Wassertank (in l): 1.8 
max. Leistung (in W): 1500 
Kaffeeauslauf: höhenverstellbar 
Maße (HxBxT in cm): 34/24.5/46.5 
Gewicht (in kg): 10 
+ günstig / gute Kaffeeergebnisse 
- Display / braucht Platz um die Maschine 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 15.02.2021, 11:32 Uhr
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Chefredakteur
hausgeraete-test.de
Kochen ist Leidenschaft

Liebe Leserinnen und Leser, ab sofort habe ich die große Freude, Sie an dieser Stelle als Chefredakteur von hausgeraete-test.de sowie unseres Magazins KÜCHE & HAUSHALT begrüßen zu dürfen.


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